Cider's Minitwin Racer

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    • Spannend - ich liebe solche bebilderte Umbauberichte, selbst wenn ich persönlich dann mit dem "Endprodukt" nichts anfangen kann, aus welchen Gründen auch immer.

      Mich fasziniert dabei, wie die aufgetretenen Schwierigkeiten gemeistert wurden und mit welchen Mitteln. Egal ob es sich dabei um einen Profi oder einen Hobbybegeisterten handelt.

      In einem anderen Forum darf ich die Wiederauferstehung einer Kawa KZ 440 ltd zu einem Bobber mit Hochlenker verfolgen, derjenige macht alles selbst Airbrush für den Tank, Fender etc und umrüsten auf eine Elektronikbox für die Elektrik samt neuen Kabelbaum. Tacho blieb zum Beispiel original mechanisch, erhielt jedoch ein paar zusätzliche Innereien in Form von LED für die Kontrollleuchten...

      In FB konnte man auch den Umbau einer KTM 1290 Super Duke R zu einem Gespann verfolgen, klar hat hier ein Profi seine Arbeiten dokumentiert, doch auch das fand ich (und etliche andere Gespannfahrer) sehr spannend und das Ergebnis hatte im November Roll-out. Im Dezember dann ein Schmankerlbild, die Super Duke auf Schnee mit besetztem Boot am drivten 8)

      Also lieber Cider, bitte weiterhin über das Projekt berichten, es wird fleissig mitgelesen.
      :danke:

       

      Es geht immer weiter - selbst wenn es zurück ist. 8)
    • Danke Gnome

      Mir machen solche Umbau-Stories auch immer Spass zum lesen - gibt mir auch immer wieder Insperationen und Ideen was man so alles machen kann. Und ja, natürlich hängt das Endergebnis immer von den persönlichen Vorlieben oder Anforderungen ab. So ein Bobber zu bauen würde mich auch mal reizen - das würde nicht nur den Inneren sondern sogar auch den externen Stimmen gefallen ;) Aber ehrlich gesagt, mit unseren Umbaurichtlinien sind der Fantasie sehr enge Grenzen gesetzt.

       

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    • dann machen wir mal weiter mit der Heckverkleidung.
      Natürlich wurde nicht zuerst der Heckrahmen gebaut und dann die Heckverkleidung montiert. Die beiden Teile sind "Abhängig" voneinander und müssen am Ende zusammen passen, so dass das ganze Hand-in-Hand ging.... resp. das HEck wurde gefühlte 40 Milloenen mal auf- und abgesetzt um die Teile zueinander auszurichten.

      Zuerst musste das Honda Heck für den Suzuki Tank zurecht gestutzt werden. Das hat von Anfang an erstaunlich gut gepasst. Nach ein bischen dremeln und schleifen sieht das dann fast aus wie Original...



      Was mich von Anfang an gestört hat, war dass das Heck an den Befestigungspunkten keine wirkliche Auflagefläche hat, weil die Haltepunkte stark gerundet und bombiert sind.


      Durch die schiefe, vordere Auflage hat sich das ganze noch verstärkt. So wollte ich das ganze nicht lassen. Ich hab mir den überlegt, ob ich die schiefe Ebene mit einer Unterlage ausgleichen soll. Aber das würde nur die hälfte des Problems lösen. Die bombierte Auflage würde besten bleiben. Also habe ich mir aus einem Alu-Blech eine Art Basin gebaut, das an die Verkleidung gepappt, mit Glasfaserschnipseln gefüllt und mit Expoy-Harz geflutet.




      Das hat natürlich nicht auf den ersten Versuch voll geklappt, so dass ich 2 oder 3 mal "nachfüllen" musste, bis mir das Ergebins gepasst hat - und dabei immer schön vorsichtig sein, dass nicht das ganze Heck mit dem Zeugs vollgekleistert wird. Nach dem Aushärten dann alles entfernt...


      ...und mit Dremel und Feile mal grob in Form gebracht. Gefällt mir schon viel besser.



      Für die Befestigungslöcher habe ich schnell die Drehbank angeworfen und für kleine Hülsen runter purzeln lassen. Die sollen verhindern, dass sich die Schrauben zu stark in die Verkleidung einarbeiten und den Druck etwas grossflächiger verteilen. Die Dinger muss ich dann noch unbedingt einkleben - eine Hülse hat sich schon davon geschlichen



      Das Ganze dann mittig ausgerichtet - dazu hab ich mir jeweils die Mitte von Heck und Reifen markiert und dann mit de Wasserwage die Teile zueinander asugerichtet



      und so sieht das ganze jetzt in angebautem zustand aus. Das Heck wirkt auf den Bildern etwas steil. Ich hoffe, das ist nur dem Kamera-Winkel verschuldet. Denn wenn ich davor stehe, habe ich mich schon gefragt, ob das noch etwas höher müsste. Aber zuerst muss noch die Frontverkleidung montiert werden- dann kann das besser beurteilt werden.


      In der nächsten Folge: Das Schaf im Wolfspelz nimmt gestallt an...

       

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    • Die Folge: " Das Schaf im Wolfspelz" muss Aufgrund von aktuellen Ereignissen leider verschoben werden :D

      Heute angekommen - musste natürlich subito in die SV implantiert werden....zumindest das Federbein, die Umlenkung habe ich fürs erste mal weggelassen. Diese schaue/messe ich mal zu gegebener Zeit aus.



      Bevor die Frage kommt , was das denn für ein Beinchen ist: Das Teil stammt von einer Kawasaki ZX6R Ninja 2015 mit ca. 10tkm Laufleistung. Sieht quasi neu aus - oder zumindest penibel geeinigt ;)

      Ursprünglich wollte ich ja ein K5 Gixxer-Beinchen - die Dinger kriegt man ja für ein Apfel und ein Ei hinterher gesch(m)issen. Das Problem ist, dass durch meinen Eigenbau-Heckrahmen welcher nicht wie original an der Aussen- sondern an der Innenseitedes Rahmens verschraubt ist. Dadurch sind die Platzverhältnisse drastisch (um genau zu sein: um 32mm) reduziert worden. Von Mitte Federbein bis zur Heckrahmenstrebe sind nur noch 68mm übrig. Das Gixxer-K5-Beinchen misst aber 75mm. Funktioniert somit also nicht.

      Ein nach rechts oder nach hinten gerichteter Ausgleichsbehälter wäre ne Lösung. Also mal bei Kawasaki das Inventar geprüft. Bis 2002 waren die Ausgleichsbehälter nach hinten gerichtet. Aber ich will ja keine Museumsstück einbauen. Das Zx6r 05-06 Bein hätte den Behälter nach Rechts. Allerdings mit einer Federrate von 10.2kg/mm - also für mein Gewicht viel zu hart. Beim durchstöbern diverser Kleinanzeigen ist mir aufgefallen, dass das Zx6r 09-12 zwar einen nach Links gerichteten Ausgleichsbehälter hat, dieser aber sehr kurz aussauscht. Und tatsächlich mit 60mm ist der deutlich Kürzer als bei den Gixxern und passt zwischen Heckrahmenstrebe und Federbeinaufnahme. Leider ist die Federrate mit 9.1kg/mm immer noch sehr straff. Also weiter suchen.
      Wie siehts denn ab 2013 aus ? Racetech listet leider keine Federraten für die ZX6R ab 2013. Beim googlen bin ich dann auf diverse Artikel gestossen welche zwar keine absoluten Angaben zur Federrate machen aber erwähnen, dass ab 2013 eine um 7.5% weichere Feder verbaut ist. Das würde dann 8.5kg/mm entsprechen. Genau was ich gesucht habe :)





      Auch die Druckstufeneinstellung ist gut zugänglich. Erst jetzt, beim Überprüfen der Zugänglichkeit ist mir aufgefallen, dass hier keine Einstellmöglichkeiten für den High- und Lowspeed Bereich sind. Grummel.... sowas ist bei den Supersportlern ja seit ca 2005 Standard. In meinem naiven Glauben an den stetigen Fortschritt hatte ich natürlich keinen einzigen Gedanken daran verschwendet. Kawasaki hat sich dieses Feature bei der Ninja ab 2013 gespart - und keiner der Testberichte hat diese Sparmassnahme erwähnt :( hell OB ich eine High/Low-Speed Einstellung überhaupt brauche ? Keine Ahnung...ich versteht (aktuell) noch so wenig von Fahrwerken, meine RN12 hats auch keine und bis jetzt hab ich's noch nie vermisst. Und das ganze ist nur ne Zwischenlösung bis bis wieder die Inneren- und externen Stimmen synchronisiert sind :D

       

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    • Im Moment gehts hier leider nur sehr langsam voran - ich kämpfe gerade mit der Verkleidung. Da hat sich Profiber einige Schnitzer erlaubt







      Nach kurzem hin und her mailen haben sie dann ihre Formen überprüft...und das Problem gefunden. Jetzt warte ich darauf, bis sie mir einen neuen Kiel schicken.
      Dafür gabs ein paar neuen Frästeile. Sind zwar nicht selber gemacht - aber auch chinesische Teile können schön sein. Und schonen vor allem das Portemonnaie

       

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    • Nachdem die SV und Fahrschule meiner Tochter 2 Samstage in Anspruch genommen hat gehts auch an meiner Rennsemmel weiter. Der Termin in Ecuyres rückt langsam näher in ich muss mal in die Pötte kommen - gibt ja noch das eine oder andere zu tun ;). Auf die versprochenen Teile von Profiber warte ich zwar noch, aber man kann ja mal montieren, was schon hier liegt - und da liegt noch einiges in der Garage.

      Da die Verkleidung an den meisten Stellen gut auf die Mototrbefestigungsschrauben passt und ich zu faul war, für jede Befestigung Verkleidungshalter zu biegen hab ich die Schrauben in die Drehbank gespannt und mit einem Zusatzgewinde versehen. Und wenn die gerad eingespannt sind, kann man die auch gleich Hohlbohren ;)



      Obwohl das ganze zwei oder drei Nachmittage gedauert hat gibts dieses mal nicht all zu viele Bilder. Naja, 6mm nach links, 3mm nach oben, aahh Mist - doch wieder etwas mehr nach unten- nein, jetzt ist wieder zu weit unten, und wieso steht das jetzt wieder hinten an - also doch wieder etwas nach vorne links. Und ist das jetzt in der Mitte ? JA, vorne schon aber jetzt stimmt's hinten nicht mehr... Das waren 3 Nachmittage mit hier ein bischen zupfen, da ein bischen schleifen, dort ein bischen dremeln....

      und hier noch das vorläufige Resultat. Obwohl ich mir noch nicht sicher bin ob das Heck doch etwas zu steil steht und es besser wäre, es am Tank vorne nochmals 2cm anzuheben gefällt es mir so wie es ist eigentlich ganz gut...

       

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    • Eigentlich hätte die Kiste am ersten Mai-Weekend für Ecuyeres fahrbereit sein sollen - der Termin hat aus bekannten Gründen aber ja nicht stattgefunden....
      Und die wenigen Ausfahrten in meiner Gegend waren trotz des super Wetters nicht gerade der Brüller - ich vermisse den Black Forest!
      Also habe ich mich mehr aufs Schrauben als aufs Fahren konzentriert...
      ....und mich mal dem Kabelbaum angenommen. Wer braucht denn schon Hupe, Licht, und Blinker auf dem Kringel ? Und wozu ist da ein Seitenständerschalter dran wenn ich doch gar keinen Seitenständer mehr habe ?
      Also habe ich mal einen Schaltplan organisiert und geschaut, wie und wo denn die Kabel so verlaufen und auf was man so alles verzichten kann. Am einfachsten geht das ,wenn man mal farblich markiert, was denn noch bleiben soll.



      Eigentlich würde es schneller gehen, aufzuzählen was noch alles vorhanden ist. Aber
      Kein Licht
      Kein Blinker
      Kein Bremslicht
      Keine Hupe
      Kein Kupplungsschalter
      Kein Seitenständerschalter
      Kein Zündschloss
      Kein Sicherungskasten
      Kein Lüfter
      Kein Sekundär Luftsystem
      Kein Laderegler/Lima
      Kein Startrelais
      Keine Lenkerarmatur Links
      Keine Lenkerarmatur Rechts
      Kein Diagnose-Stecker

      ...und sicher noch das eine oder andere Teil welches ich jetzt vergessen habe aufzuzählen...



      Nach der ersten Anprobe musste entschieden werden, wo denn die Elektrik platziert werden sollte. Original ist die (wie bei den meisten Moppeds) im Heck unter dem Sattel verstaut. Dies würde aber Bedingen, dass ich einen"Batterie/Elektrikkasten" bauen muss. Das würde aber nicht nur Zusatzgewicht bedeuten, sondern auch unnötig lange Kabel (was nochmals Zusatzgewicht ist). Also muss ein neuer Platz her. Da ich ja einen "total loss" verkabelt habe, bietet sich der Platz an, an welchem der Laderegler verbaut ist....wenn da nicht die Zündspule für den hinteren Zylinder in 5cm Nähe wäre...und wie wir alle wissen, sind Zündspulen und Elektronik eine denkbar ungünstige Kombination. Also muss die Zündspule weg. Und wenn die weg muss - wieso nicht gerade auf Kerzenstecker mit integrierter Zündspule umbauen ? Dies würde noch ein bischen Gewicht sparen (obwohl die originalen Zündspulen erstaunlich leicht sind. Um die Frage von vorhin zu beantworten: darum nicht....




      Die Benzinpumpe und die Kerzenstecker kommen sich in die Quere. Grundsätzlich würden die Benzinpumpen der neueren SV Modelle dieses Problem lösen - allerdings habe ich keine zu einem (für mich) vernünftigen Preis gefunden. Also muss die eine andere Lösung her. Wenn man den Kühlmittelausgleichbehälter an einen anderen Ort verlegt gibst entseht genügen Platz für die Zündspule. Und so ist die Zündspule von der rechten auf die linke Seite gewandert und hat Platz für die Ecu am neuen Ort geschaffen :)

      Und so sieht der aktuelle Kabelbaum aus....hier im Vergleich zum Originalen:


      Original: 1580g
      Neu 420g

      Das sind schon mal knapp 1.2kg Gewichtsreduzierung. Nicht eingerechnet sind Ersparnis durch das Weglassen des Ladereglers (ca 300g), Verkürzung der dicken (und damit schweren) Starterkabel, Erleichterung des Polrades, Wegfall des Stators etc... da dürften gute 2.5kg - 3kg zusammen kommen. Und eine weitere Verkleinerung des Kabelbaums ist bereits in Arbeit - dazu mehr im nächsten Beitrag

       

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    • ok - dann bringen wir die Geschichte mit dem Kabelbaum mal zu einem (vorläufigen) Ende....

      Zündspule und CDI an einem neuen Ort verlegen ist schnell gesagt - tatsächlich müssen dafür natürlich (wieder mal) ein paar "Spezialteile" hergestellt werden.

      Damit die Zündspule nicht nur mit einer Schraube befestig ist, musste eine Halterung für den zweiten Befestigungspunkt her...
      Und damit das auch schön leicht ist, gerade noch zwei passende Schrauben aus Alu hergestellt. Die Schraubenköpfe fräse ich übrigens nicht selber - sondern verwende Sechskant-Profile. Dann dauert die Herstellung einer solchen Schraube auch nur 2 Minuten. Der Nachteil ist, man kann halt keine Köpfe mit Bund produzieren.



      Das ganze wiegt 18g - die originalen Stahlschrauben bringen alleine schon 15g auf die Waage - der Gewichtszuwachs hält sich also in Grenzen ;)
      Und so sieht das ganze montiert aus... (ich sehe gerade, dass ich die Ausfräsungen noch sauber entgraten muss...ging wohl etwas schnell ;)


      Etwas mehr Kopfzerbrechen hat mir die Montage der CDI bereitet...
      Nach langem hin und her ist dann dieses "Erdbeer-Körbchen" aus einer 4mm Alu-Platte und einem 1mm Blech entstanden. Ok - ich gebs zu - das Ding gewinnt keinen Schönheitspreis. Ich hab zuerst mit einem 5mm Fräser die Konturen der Tasche gefräst und im Nachgang den Rest mit einem 30mm Schaftfräser. Die 2mm Zustellung waren wohl etwas zu viel für den 5mm Fräser. Müsste ich fas Ding nochmals machen, würde ich es genau umgekehrt fertigen und die Konturen zuletzt mit einem Schlichtdurchgang beenden. Naja, man lernt nie aus - aber was solls, es macht was es tun soll ;)



      Gewichtsmässig schlägt das Teil mit 89g zu buche - aber wie man sieht, hat's da noch einiges an Potential welches abgespeckt werden könnte.
      ...und montiert am neuen Ort.


      Hier bleibt die CDI mal vorläufig, obwohl ich mit der Positionierung noch nicht ganz zu frieden bin, das sie meinen (späteren) Ausbauplänen etwas im Wege steht

       

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    • Machen wir mal ein bischen weiter in der Geschichte - ich muss ja aufholen, was in den letzten 3 monaten so gelaufen ist

      Das aus meiner Sicht optisch nicht sehr ansprechende riesen Ungetüm von Cockpit will ich eigentlich nicht mehr spazieren fahren. Also hab ich wieder mal die Arduinos ausgepackt, schnell was zusammen gestöpselt und ein paar Zeilen Code geschrieben.



      Und bevor die Frage aufkommt, warum zwei Arduinos benötigt werden - der Rechte ist "nur" der Ecu-Simulator....damit lässt sich einfach ein bischen angenehmer auf dem Sofa arbeiten als immer direkt am Bike ;)

      Soweit sind folgende Funktionen implementiert:
      - Drehzahlmesser und Anzeiger
      - Schaltblitz
      - Temperatur
      - Ecu Fehler-Codes
      - Benzin-Warnleuchte
      - Öldruck Warnleuchte
      - Batteriespannungs-Überwachung
      - Ganganzeige
      - Sekundär-Drossenklappen Simulator/Eliminator

      Für viele Funktionen hatte ich bereits in der Vergangenheit Code geschrieben als ich "Custom-Cockpit" für meine Thunderace implementiert habe und kontne hioer einiges von der Wiederverwendung profitieren...

      Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Dashboard resp. die Drehzahlanzeige "analog" mit Schrittmotor und Zeiger darstelle oder ob ich ein voll digitales Dashboard baue. Hab da noch ein paar 2.8 Zoll Touchscreens liegen die eigentlich mal verwendet werden wollen. Im weiteren bin vor kurzem auf Nextion gestossen - das wäre halt auch was ;)

      so, das wars für heute...

       

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    • Ich muss zu meine vorherigen Beitrag um Dashboard noch anfügen, dass ich für die Kommunikation mit der Ecu auf Code von Aaron Turner zurückgreifen konnte. Er hat vor einiger Zeit schon was ähnliches gebaut. Mein Code hat mitlerweiölen zwar absoluts nichts mehr gemeinsam mit dem von Aaron, aber es war ein guter Startpunkt der die Entwicklung beschleunigt hat.

      Wenden wir uns mal dem Bild unten zu....


      Jemand ne Ahnung was das ist/wird ? Richtig - ein Sekundär-Drosselklappen-Simulator/Eliminator.
      Den könnte man zwar auch bei den Amis kaufen, Aber.... kaufen kann jeder - selber machen macht Spass. ;) Zudem bin ich nicht bereit, jenseits der 100$ hinzulegen für etwas, was ursprünglich mal auf einer Open-Source-Schaltung basiert. Die original Schaltung ist leider mit der schliessung von SVDownunder verloren resp. verschunden.

      Im Prinzip geht es darum, den Positions-Sensor (aka Poti) der Sekundärdrosselklappen zu simulieren. Die Ecu steuert den Stellmotor der Klappen über zwei Kabel an. Für Vorwärts/Rückwärts wird (vermutlich) die Polung der Kabel mittels einer H-Brückenschaltung invertiert. Man muss also "messen" wie lange der Motor in die eine oder andere Richtung "bewegt" wird und kann dann ein entsprechendes Ausgangssignal generieren welches die Poti-Stellung simuliert. Das geschieht in meinem Fall mit einem PWM-Signal. Da der Stellmotor mit 12v resp. Batterie-Spannung betrieben wird muss natürlich noch der Signal-Level konvertiert werden. Dazu nutze ich aktuell jeweils einen Transistor (konfiguriert als Schalter). Bin mir aber am überlegen, ob ich das besser mit einem Optokoppler entkopple.

      Leider wird der Motor nicht nur fixer Pulslänge getrieben sondern die Pulslänge variiert. Das verkompliziert den Code zwar etwas - ist aber nicht weiter tragisch.




      Dadurch, dass die Pulslänge zuerst gemessen werden muss (bevor das Ausgangssignal gestellt werden kann) gibts natürlich ach ein bischen Verzögerung am Ausgangssignal resp. ist das Ausgnagssignal nicht mehr stetig. Ganz deutlich sieht man das beim Einschalten der Zündung. Hier kommt zuerst ein "Öffnen-Impuls" von ca 120ms - danach beginnt die Ecu den Stellmotor mit Pulsen von 1.25ms in die Ausgangsstellung zurückzustellen.

      Wie man sieht, schwingt das ganze noch ein bischen. Das könnte daran liegen, dass ich mit dem Arduino nur 8 Bit für die PWM-Dauer zur verfügung habe - also 256 verschiedene Positionen simulieren kann, was bei 5v dann etwa 19mV pro Stufe entspricht. Was die Ecu hier für eine Hysterese hat konnte ich noch nicht herausfinden. Aber der Regelalgorithmus der Ecu scheint nicht all zu ausgeklügelt zu sein - da wir munter der Stellmotor zurück gedreht, obwohl das Signal schon weiter unter dem eigentlichen Soll-Wert liegt. Der simple 3 Punkt Regler meines Ecu-Simulator arbeitet hier deutlich besser ;)

      Naja, was solls - Ich will hier ja nicht den perfekten Simulator haben sondern den Einfachsten welcher von der Ecu akzeptiert wird. Und bis jetzt gibt die Ecu keine Fehlermeldung aus - zumindest nicht nach dem Einschalten der Zündung. Im laufenden Betrieb konnte ich das leider noch nicht testen. Den Grund erkennt ihr beim genauen betrachten der Bilder in Beitrag #48. Aber das wird sich nächste Woche ändern - sobald die Grenzen wieder offen sind und ich Zugang zu meinem Postfach habe.

      Das ganze könnte man vermutlich auch mit 2 Transistoren, einem Kondensator sowie je einem LAde- und Entladewiderstand in Hardware lösen. Auch wenn es mir peinlich ist zuzugeben dass ich anno domini (etwa zu jener Zeit als von Pergament auf Papier gewechselt hat) einen Batchelor (damls hies das noch El. Ing. HTL) in Elektrotechnik gemacht habe - ich kann besser mit Nullen und Einsen umgehen als mit Volts, Ohm und Amperes. Und da am Arduino noch 3 Pins frei waren habe ich mich für eine Software-Lösung entschieden.

       

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